Peter Birlmeier
Sammelsuria
BoD- Verlag
ISBN: 9783734754807

Internet-Smartphone-Abhängigkeit

Ein Appell an die Schulen,
sich mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Die übermäßige Nutzung des Smartphones ist die Mobile Sucht unserer Zeit. Diese moderne Droge macht vor keiner Altersgruppe und vor keiner sozialen Schicht Halt.

In der Vergangenheit war in den Köpfen der mehrheitlichen Bevölkerung der Begriff „Suchtverhalten“kaum existent.
Obwohl das Suchtverhalten in allen gesellschaftlichen Schichten durchaus vertreten war, wurde Sucht gerne in die Ecke des Schmuddel Milieus, der Kleinkriminalität oder sozial Schwächsten gestellt. In der Mitte der Gesellschaft war diese auch kaum sichtbar, da die Betroffenen versuchten, ihre Abhängigkeit so gut wie möglich zu verstecken.
Unter Sucht wurde i.d.R. Alkohol-, Drogenabhängigkeit und nicht zuletzt Spielsucht, die Haus und Hof verspielte, verstanden.


In der jüngsten Vergangenheit hat sich schleichend eine neue Form von Abhängigkeit gebildet, die selbst vor Jugendlichen und Kindern nicht Halt macht, die Internetsucht.
Durch die beinahe flächendeckende Verbreitung des Smartphones ist Internet in seinen unterschiedlichsten Anwendungen (z.B. in Form von Apps) rund um die Uhr und an annähernd jeglichen Ort verfügbar.
Smartphones sind zum praktischen Alltagsgegenstand geworden und nicht mehr wegzudenken. Allerdings haben sie auch zu einer gesellschaftlichen Veränderung geführt, die es zu überdenken gilt.


Freunde treffen sich, reden aber kaum miteinander, weil jeder mit seinem Handy spielt.
Familien Essen miteinander, eine Konversation ist aber kaum möglich, da eingehende Meldungen beantwortet werden müssen.
Dem Mobilgerät wird nicht selten mehr Aufmerksamkeit gewidmet, als dem Menschen, der neben einem steht.

Es ist die Wertschätzung, der Anstand und die Höflichkeit anderen Menschen gegenüber, die wieder in den Vordergrund gestellt werden sollten. Die Gefahr, dass Menschen den Anschluss am reellen Leben verlieren könnten, ist präsenter denn je.
Folgen sind u. a. Vereinsamung, Leistungsabfall in Schule und Beruf, Depressionen.
Das Bewusstsein der Nutzer über den sinnvollen Umgang mit den neuen Medien muss geschärft werden.
Doch welche Instanz sollte dies tun?

Natürlich haben die Eltern einen Erziehungsauftrag. Sind diese jedoch nicht selbst mit dem Thema überfordert und zudem oft kein gutes Vorbild, da sie selbst der neuen Technik erlegen sind?

Als neutrale Instanz, die im Rahmen ihres Bildungsauftrages das Thema der Medienabhängigkeit gut erarbeiten könnten, sind die Schulen.

Möglichkeiten, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sind z.B. hervorragend im Deutsch- und Kunstunterricht oder in den Theatergruppen zu sehen.

Wenn die Thematik über die Kinder an die Erwachsenen herangetragen wird, ist diese bald in aller Munde und tritt ins aktive Bewusstsein.


Die Kurzgeschichte „Sammelsuria“ von Peter Birlmeier (ISBN 9783734754807) kann ein erster Baustein sein, um sich diesem schwierigen Thema anzunähern.