Sowohl vom Münchner Sporttheater-Ensemble als auch von begeisterten Anhängern der Akrobatik heiß herbeigesehnt, fand am Donnerstag, 12.02.2009 endlich die Premiere des Theaterstücks „Black Rose – Die Suche nach dem versunkenen Schatz“ statt und ein Schatz war es wirklich, den das Publikum gefunden hat. Nicht auf einer großen Bühne in München, nein hier in Oberhaching im Forstner-Saal fand eine Show statt, die sich wirklich sehen lassen kann.
Um dieses Theater der ganz anderen Art zu beschreiben, bedarf es keiner akrobatischen
Sprünge und Verrenkungen, es war schlichtweg umwerfend und bezaubernd.
Ein Besucher brachte es nach der Vorstellung auf den Punkt: „Ein Geschenk
an die Zuschauer, ein Abend der Extraklasse.“
Extra Klasse waren die Laiendarsteller, die nach unendlichen Proben, die sich
über 18 Monate hingezogen haben, nach hartem Training und sicherlich
auch der einen oder anderen Träne, aber auch nach viel Spaß, Freude
und Begeisterung, in traumhaften Kostümen Akrobatik, Tanz und Magie vom
Feinsten präsentiert haben.
Die Geschichte, die die Darsteller in der Vielfalt der Artistik „wortlos“,
aber mehr als aussagekräftig, den begeisterten Zuschauern vorspielten,
handelt von einer Zeit, in der die Welt noch aus zwei Kontinenten bestand.
Prinzessin Eileen, die Herrscherin von Terra Laurasia, dem reichen und fruchtbaren
Nordkontinent, wollte den armen Menschen auf dem Südkontinent helfen,
die nie die Sonne sahen, weil eine dicke Wolkendecke, verursacht durch die
Nordwinde, durchgehend die Sonne verhüllte. Aufgrund dessen sandte sie
ihr bestes Schiff, die Black Rose aus, um den unglücklichen Menschen
auf Terra Gondwana einen magischen Spiegel zu bringen, mit dem das Sonnenlicht
gebündelt werden sollte, um die Kräfte der stürmenden Nordwinde
zu brechen. Musikalisch untermalt von der Musik von Vangelis, dem Londoner
Sinfonie Orchester, David Garett und vielen mehr, hat das Ensemble von Peter
Birlmeier es meisterhaft verstanden, diese märchenhafte Geschichte, die
sowohl über als auch unter Wasser spielt, an drei Abenden einem verzauberten
Publikum vorzuführen. Ob als Matrosen, kleine Seepferdchen, Taucher,
Möwen, Moränen, Wasserspinnen, Schildkröten, um nur einige
der vielen unterschiedlichen Rollen zu nennen, in denen die 64 Artisten über
die Bühne wirbelten, zeigten sie ihr Können vor einer märchenhaften
Kulisse, die, ebenso wie die Kostüme, in Eigeninitiative hergestellt
wurden.
Trapezakrobatik mitten im Publikum und eine wunderschöne Riesenkrake,
die live ihre Harfe auf der Bühne spielte, waren nur einige der vielen
Höhepunkte des Abends.
Peter Birlmeier hat wieder einmal bewiesen, dass er nicht nur als Artist,
sondern auch als Autor, Regisseur und Produzent dem Zuschauer mit seinem Münchner
Sporttheater-Ensemble eine fantastische und fantasievolle Reise in die Welt
des Sporttheaters ermöglicht hat. Sollte der eine oder andere Besucher
mit Skepsis auf seinem Stuhl Platz genommen haben, so wurde er mit Sicherheit
eines Besseren belehrt und hat den Saal ebenso begeistert verlassen, wie die
langjährigen Fans, die sich seit 20 Jahren an den Aufführungen der
Artisten erfreuen.
Die Jubiläumsshow war ein großer Erfolg, der auf weitere Sporttheaterstücke
hoffen lässt, denn die Künstler, ob groß oder klein haben
Lust geweckt auf mehr und deshalb bleibt es dabei: The show must go on!
Infos finden sie unter www.sporttheater.de.
Elke Krug





